Bild 18: Benjamin Knoblauch
Zu diesem Werk gibt es eigentlich gar keine richtige Geschichte....
Es gibt in meiner Sammlung auch viele Werke, zu denen es eigentlich gar keine wirkliche Geschichte gibt, die man hier erzählen könnte. Denn ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, all meine kleinen Schätze seien wahnsinnig bedeutungsschwanger und mit ach so tollen Geschichten vollgepackt - mitnichten! Es gibt auch viele Werke, die ich aus einer Laune heraus erworben habe. Die meisten, weil sie mir gefallen haben. Viele aber auch, weil ich den Künstler / die Künstlerin oder die Galerie unterstützen wollte. Und manchmal auch, weil mir die Geschichte hinter dem Werk gut gefällt - ach, es gibt so viele Gründe Kunst zu kaufen.
Bei diesem Werk war es die Idee hinter dem Werk. Doch lassen wir nun zuerst einmal den Künstler sich selbst beschreiben: “Mein Name ist Benjamin Knoblauch. Ich bin zeitgenössischer Künstler aus dem Erzgebirge und habe mich auf nachhaltige Assemblagen und Leinwandmalerei spezialisiert. Meine Arbeiten sind zeitgeistig, vielfältig und frisch. Ich bespraye eigentlich alles, was mir vor die Dose kommt: Verteilerkästen, Garagentore, Fassaden, Innenwände. Ganz legal, doch nie langweilig.”
Nachhaltige Assemblagen - dieser Terminus beschreibt dieses Werk wirklich passend. Denn dieses dreidimensionale Werk hat die unsägliche Verschmutzung unserer Gewässer zum Thema. Der gesamte Müll, die Tuben und Aludosen, die Plastikdeckel- und flaschen, alles, das in diesem Schleppnetz gefangen ist, wurde vom Künstler aus dem Wasser gefischt und hier in diesem Werk verarbeitet. Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Collage keinen Auktionsrekord bei Sotheby´s erzielen wird, doch das ist mir egal. Denn es ist eine Arbeit eines jungen Künstlers, die ein unglaublich wichtiges Thema, nämlich die Verschmutzung unserer Wasserspeicher durch unseren Wohlstandsmüll, anspricht. Und dieses heikle Thema hat er aus meiner Sicht sehr gut umgesetzt - ich finde das Werk toll.



Das ist eine sehr schöne Geschichte - hinter dem Werk - auch wenn du es nicht als Geschichte bezeichnen magst.
Es ist so wertvoll und wichtig junge Künstler zu unterstützten und dabei muss man nicht immer darauf schielen, ob sich das Werk zu einer guten Anlage entwickeln wird. Wer so denkt, der sollte sich lieber Aktien kaufen.
Kunst ist doch so viel mehr als das - oder sollte es zumindest im besten Falle sein - und das spürt man hier bei dir in deiner Liebe für die Kunst und die Kunstschaffenden.
Bin gespannt, welches dein nächstes Kunstwerk sein wird, dass du uns aus deiner Sammlung präsentieren wirst.